Tarifvertrag igbce nrw

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Die kürzlich geschlossene Vereinbarung ermöglicht die uneingeschränkte Entsendung von Leiharbeitnehmern in jedem Unternehmen für 18 Monate. Nach Ablauf dieser Frist muss das Unternehmen prüfen, ob der betreffende Leiharbeitnehmer einen direkten unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten kann. Während das Lohnniveau im Chemiesektor gleich bleibt, garantiert der neue Tarifvertrag Pauschalzahlungen in Höhe von 550 € (611 EUR bzw. 715 EUR für Schichtarbeiter und 150 EUR für Auszubildende). Diese mussten bis Juni 2010 bezahlt werden. Die Sozialpartner kamen jedoch überein, die Zahlung flexibel zu behandeln. Das bedeutet, dass Arbeitgeber und Betriebsräte die Zahlungen in Unternehmen in wirtschaftlicher Not auf 300 Euro (333 Euro bzw. 390 Euro für Schichtarbeiter) verschieben oder reduzieren können. In diesem Fall muss ein separater Gesellschaftsvertrag ausgehandelt werden. Arbeitnehmer in Unternehmen, die nicht stark von der Wirtschaftskrise betroffen sind, erhalten einen zusätzlichen Bonus von 200 € (222 € bzw. 260 € für Schichtarbeiter). Arbeitgeber und Betriebsrat müssen sich darauf einigen, diese Möglichkeit in ihrem Unternehmen auszuüben. Bei Meinungsverschiedenheiten entscheiden die Sozialpartner auf nationaler Ebene.

Neben dem Pilotvertrag für die Metall- und Elektroindustrie im Südwesten Deutschlands haben Arbeitgeber und IG Metall auch einen Branchentarifvertrag für Leiharbeitnehmer in der gesamten deutschen Elektro- und Metallindustrie ausgehandelt. Die neue Vereinbarung, die 550.000 Beschäftigte in 1900 Unternehmen in der gesamten Branche abdeckt, bringt eine Erhöhung der Löhne um 2,8 Prozent für einen Zeitraum von 17 Monaten und eine fast Verdoppelung der Arbeitgeberbeiträge zum «Demographischen Fonds» des Sektors über 24 Monate. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON: «Wir setzen konsequent um, was wir im Mai letzten Jahres mit ver.di und IGBCE unter Beteiligung der Konzernbetriebsräte vereinbart haben. Mit dieser Vereinbarung haben wir einen weiteren, besonders wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Integration von innogy erreicht. Basierend auf den bewährten Vereinbarungen in beiden Konzernen haben wir einen neuen, zukunftsweisenden Tarifvertrag für den neuen E.ON geschaffen. Es gibt allen Mitarbeitern von E.ON und innogy die größtmögliche Sicherheit, dass der notwendige Stellenabbau sozialverträglich erfolgt und wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten werden. Ich freue mich sehr, dass wir die traditionell gute Zusammenarbeit der Tarifparteien bei der Gestaltung des neuen E.ON fortsetzen können.» Auch der Lehrlingstarifvertrag wurde bis 2013 verlängert. Die Arbeitgeber im Chemiesektor haben sich verpflichtet, zwischen 2011 und 2013 jährlich 9.000 neue Ausbildungsplätze für Auszubildende zu schaffen. Die Sozialpartner haben auch ein neues Programm mit dem Namen «1.000 für 1.000» ins Leben gerufen.

Die Unternehmen der Branche sollen eine einmalige Zahlung von 25 Mio. EUR in einen neuen Fonds leisten, um Unternehmen zu unterstützen, die weiterhin Lehrlinge beschäftigen, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, aber wegen der Wirtschaftskrise keine festanstandigen Arbeitsplätze erhalten haben. Diese Unternehmen erhalten für maximal ein Jahr 1.000 € monatlich aus dem Fonds, wodurch ihre Personalkosten für den betreffenden Mitarbeiter um etwa ein Drittel gesenkt werden. Die Sozialpartner hoffen daher, dass rund 1.000 Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung bei ihren Betrieben bleiben können. Diese Maßnahme ist auf die Dauer der aktuellen Krise beschränkt. Der Fonds wird gemeinsam von BAVC, IG BCE und dem Förderverein der Chemischen Industrie (UCI) verwaltet. Hans-Carsten Hansen, der die Verhandlungen für BAVC leitete, erklärte in dem oben erwähnten Presseartikel, dass die Sozialpartner eine solide Grundlage für die Sicherung der Beschäftigung in den kommenden Monaten geschaffen hätten. Er betonte die Bedeutung des neuen Fonds für die Unterstützung von Unternehmen und ihren jungen Mitarbeitern. Der Präsident des BAVC, Eggert Voscherau, wies darauf hin, dass die globale Finanz- und Wirtschaftskrise die größte Herausforderung sei, vor der die Sozialpartner in den letzten Jahrzehnten standen.

Die neue Tarifrunde hat einmal mehr die konstruktive Zusammenarbeit der Sozialpartner im deutschen Chemiesektor unterstrichen.

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